Der LWL unterstützt Inklusion in der Schule

Der LWL verleiht Hilfs-Mittel für das gemeinsame Lernen

Gemeinsames Lernen bedeutet:<be>Kinder mit und ohne Behinderung
lernen in einer Klasse zusammen.</be>

Der LWL unterstützt das Gemeinsame Lernen.

Kinder mit Behinderung brauchen dafür oft
extra Unterstützung.
Dann können sie im Gemeinsamen Lernen
gut lernen.

Die Eltern und die Lehrer überlegen:
Wie können wir das Kind am besten unterstützen.

Lehrer und Lehrerinnen aus Förder-Schulen
vom LWL unterstützen die Kinder
im Gemeinsamen Lernen.
Sie unterrichten dort gemeinsam
mit anderen Lehrern.

Der LWL unterstützt die Kinder auch mit Hilfs-Mitteln.
Zum Beispiel mit einem Bildschirm-Lese-Gerät.

Hilfs-Mittel zum Ausleihen

Der LWL hat sehr viele verschiedene Hilfs-Mittel.
Zum Beispiel

  • Hilfs-Mittel für seh-behinderte Schüler,
  • Hilfs-Mittel für blinde Schüler,
  • Hilfs-Mittel für hör-behinderte Schüler
  • Hilfs-Mittel für Kinder mit Körper-Behinderung.

Alle diese Hilfs-Mittel zusammen heißen:
Geräte-Pool.

Die Schulen können dort ein notwendiges Hilfs-Mittel für einen Schüler oder eine Schülerin ausleihen.
Zum Beispiel ein Lese-Gerät.
Damit kann ein sehbehinderter Schüler
seine Schul-Bücher lesen.
Oder einen besonderen Stuhl.
Für einen Schüler mit Körper-Behinderung.

Geld für Schüler im Gemeinsamen Lernen

Förder-Schulen für blinde oder gehörlose Schüler gibt es nicht in jeder Stadt.
Manchmal müssen die Schüler dafür weit fahren.
Einige Schüler wohnen deshalb
in einem Wohnheim.
Das Wohnheim nennen wir Internat.
Das kostet viel Geld.

Der Schüler kann in einer Schule in seiner Nähe ins Gemeinsame Lernen gehen.
Dann muss er nicht ins Internat gehen.
Dafür kann der LWL der Schule Geld geben.

Mit dem Geld kann die Schule Hilfs-Mittel
für den Schüler kaufen.
Oder Unterstützer bezahlen.
Zum Beispiel Gebärdensprach-Dolmetscher.
Oder auch die Fahrt mit einem Taxi zur Schule.

Antrag für Gemeinsames Lernen

Die Schule muss dafür einen Antrag
an den LWL schreiben.
Und hinterher einen Vertrag mit dem LWL machen.

Wenn Sie Fragen haben,
können Sie Herrn Wolberg anrufen:

Erhard Wolberg
Telefon: 02 51-591-37 58
Fax: 02 51-591-2 66
E-Mail: erhard.wolberg@lwl.org

Integrations-Helfer und Integrations-Helferinnen

Manche Schüler brauchen einen Unterstützer.
Dann können sie ins Gemeinsame Lernen gehen.

Dann hilft ihnen ein Integrations-Helfer.
Zum Beispiel:
Ein blinder Schüler braucht jemanden,
der mit ihm in andere Räume geht.
Oder ihm etwas aus dem Schul-Buch vorliest.
So ein Unterstützer heißt: Integrations-Helfer.

Der Schul-Arzt muss dafür einen Bericht schreiben.
Darin steht:
Der Schüler braucht einen Integrations-Helfer.

Diese Helfer sind oft junge Menschen.
Sie arbeiten ein Jahr lang als Integrations-Helfer.
Danach machen sie ihre Berufs-Ausbildung.

So bekommt Ihr Kind einen Integrations-Helfer:

Ein Integrations-Helfer kostet Geld.
Aber die Schule und das Land Nordrhein-Westfalen
dürfen die Kosten nicht bezahlen.

Das steht im Schul-Gesetz von Nordrhein-Westfalen.
Im Paragraf § 92.
Ein Paragraf § ist ein kleiner Teil von einem Gesetz.

Manchmal bezahlt die Eingliederungs-Hilfe
die Kosten für den Integrations-Helfer.

Sie müssen dafür einen Antrag
bei Ihrem Sozial-Hilfe-Träger stellen.
Zum Beispiel im Sozial-Amt.

Wenn der Schüler Eingliederungs-Hilfe bekommt,
müssen die Eltern nichts selber zahlen.

Im Sozial-Gesetz-Buch 12 steht,
wer Eingliederungs-Hilfe bekommen kann.
Dort steht es im Paragraf § 54.
Das Sozial-Gesetz-Buch 12 schreibt man
in schwerer Sprache: SGB XII.

In der Eingliederungs-Hilfe-Verordnung
steht es in Paragraf § 12.

Für Schüler mit besonderen Behinderungen
gibt es noch andere Regeln:

  • Kinder und Jugendliche
    mit seelischer Behinderung
    können Eingliederungs-Hilfe bekommen.
    Für sie gilt aber das Sozial-Gesetz-Buch 8.
    In schwerer Sprache SGB VIII.
    Dort steht es im Paragraf 35 a.
    Dafür müssen die Eltern den Antrag
    beim Jugend-Amt stellen.
  • Einige Schüler brauchen auch in der Schule Pflege.
    Die Kranken-Kasse bezahlt die Pflege zuhause.
    Dann muss sie auch die Pflege in der Schule bezahlen.
    Das Gesetz dazu ist Sozial-Gesetz-Buch 5.
    In schwerer Sprache SGB V.
    Dort steht es im Paragraf 37.

Dazu gibt es auch Urteile in schwerer Sprache:

  • Urteil vom Bundes-Sozial-Gericht
    vom 21.11.2002, Akten-Zeichen: B3 KR 6/02 R
  • Beschluss des Hessischen
    Landes-Sozial-Gerichts vom 29.06.2011,
    Az.: L 6 SO 57/11 B ER (Quelle: Rechtsdienst der Lebenshilfe,
    Nr. 2/12; Juni 2012, S. 61/62